A N T O N I    D R O T H
*5.8.1926     † 23.9.2016
Studium 1944-1952 Meisterschule für Grafik – Berlin, HdK Berlin (b.d. Professoren Ehmsen, Boehland und Kleinschmidt). Praktikum Bayrische Werkstätten Friedberg (Augsburg): Fresko/Städtebilder/Restaurationen/Wandgestaltung.
Seit 1953 Ständiger Aufenthalt in Berlin als freie Malerin und Gebrauchsgrafikerin
Seit 1970 Mitglied der GEDOK – BERLIN, 1982-84 im Vorstand
Seit 1991 Im Fachbeirat des GEHAG FORUM Berlin
Ausstellungen:
1964 Galerie KLEINE WELTLATERNE – Berlin
1967 Malergard Eskildstrup – Kopenhagen
1974 Galerie Maitani – Orvieto (Italien)
1880 Mai-Salon Jule Hammer, Lützowplatz – Berlin
1981 Bank f. Handel u. Industrie – Berlin Kurfürstendamm
1982 Galerie Bellezza – Berlin
1983 Kant-Hotel – Berlin
1983 Hotel Nikko – Düsseldorf
1985 Galerie im Hof – Berlin
1989 Bildungszentrum Singen/Hohentwiel
1990 FFBIZ Frauenforschungs- u. Bildungszentrum Berlin
1991 Kleines Theater am Markt – Wahlstedt
1991 GEHAG FORUM – Berlin
1992 Ausstellungszentrum Fernsehturm – Berlin
1992 Galerie Dött – Höxter
1993 Max Planck Institut – Berlin-Dahlem
1994 GEHAG FORUM – Berlin
1994 Kurhaus Hinterzarten/Schwarzwald
1996 St. Matthäus-Kirche: „Rot-Gold" – Berlin
1996 Galerie KLEINE WELTLATERNE – Berlin
1996 Zitadelle Spandau Palas – Berlin
1997 Kommunale Galerie Berlin
1998 Commerzbank Schmargendorf – Berlin
1999 GEHAG FORUM – Berlin
2001 Tennisclub Grün-Weiß – Berlin
2002 Historische Mühle, Sanssouci/Potsdam
2004 Galerie KLEINE WELTLATERNE – Berlin
2006 Galerie KLEINE WELTLATERNE – Berlin
2014 Galerie Flieder 17 – Berlin
Gruppen-Ausstellungen (Auswahl):
1966-76 Jährliche Ausstellungen Verein der Berliner Künstlerinnen (meist Rathaus Schöneberg)
1971-93 Jährlich Freie Berliner Kunstausstellung am Funkturm 1980-1990 im Beirat der GEDOK-Gruppe
1976-96 Jährliche Ausstellungen GEDOK Berlin (meist am Lützowplatz)
1993 Museum „Spichlers" – Gorzowie/Polen
1996 GEHAG FORUM – Berlin
1998 Schwarz'sche Villa – Berlin-Steglitz
2004 Verborgenes Museum – Berlin
2007 GEHAG FORUM – Berlin
2011/12 GEHAG FORUM – Berlin
2012 Verborgenes Museum – Berlin
2013 Gedok Galerie Motzstraße – Berlin
2016 Galerie FLIEDER 17 – Berlin
Bärbel Wendt schreibt in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 27.06.2002:

Beeindruckendes Seherlebnis
Ausstellung „Kraft der Farben“ in der Historischen Mühle

„Antoni Droth sorgt mit gewöhnungsbedürftigen wie faszinierenden Ölbildern und Aquarellen für ein echtes Kunstereignis in der Historischen Mühle (von Sanssouci).
Ihren in Lasurtechnik hergestellten Ölbildern auf Leinwand und Hartfaser gehen stets Vor-Ort-Aquarelle voraus, manchmal auch Farbbeschreibungen. Motive werden nie realistisch abgebildet, sondern in streng geometrischen Formen umgesetzt.
Droth hat die Bauhauskünstler studiert; ihnen fühlt sie sich verpflichtet. So fühlt man sich beim Betrachten an die großen Bauhäusler Paul Klee und Lyonel Feininger sowie die Farbtheorie von Johannes Itten erinnert, aber auch an die Konstruktivisten Lissitzky und Mondrian.
Italien, Dänemark und Nordafrika liefern die Lieblingsmotive der Künstlerin, wo sie die Widersprüche von Stadt und Land einfängt und immer wieder von alter oder mediterraner Architektur fasziniert ist. Erträumte Räume werden kombiniert mit realen Strukturen um ein Bildzentrum herum, das nicht zwingend die Mitte sein muss. Die Bildkonstruktionen signalisieren: Es könnte so sein.
Da ist die fast unglaubliche und doch reale Farbenpracht bei „Sonnenaufgang in der Wüste“. Die in ungleiche Streifen und Prismen geteilte Bildfläche setzt großes Können der Malerin voraus.
„Leporello Veneziano“ ist geradezu überwältigend und zieht die Blicke magisch in die verwinkelte Architektur des mediterranen Baukörpers. Lichte Farben unterstreichen das südliche Flair. Ebenso lassen die „Blauen Tore von Possagno“ die Architektur labyrinthisch erscheinen.
Bei „Portugals Himmel“ spielt neben braunen, Ocker- und Rottönen der Erde das viel nuancierte und oft geteilte Blau des Himmels die tragende Rolle. Bei „Oktober im Gisselfeldpark“ ist es die unspektakuläre Herbstbelaubung, die die Künstlerin inspirierte. Die beiden Arbeiten zum Thema „Rot-Gold“ wirken trotz kräftiger Rotpalette meditativ. Ein kleines Stückchen Blattgold setzt den Akzent. Für diese Arbeiten hat sie eine brandenburgische Allee bzw. den Blick auf Felder bei einem Landeanflug umgesetzt. Auch Besucher, die die Tafelbilder zwiespältig sehen, müssen das Außergewöhnliche der Arbeiten anerkennen. Ihnen bleiben ja die schönen kleinformatigen, eher realistischen Aquarelle zu Dingen des Alltag zwischen Äpfeln, Spargel und Berliner Bier. Dass Droth auch die altmeisterliche Malweise beherrscht, beweist sie mit der Ansicht des Berliner Schlosses aus dem 17. Jahrhundert und dem Miniaturmedaillon eines preußischen Offiziers.
Die Künstlerin ist Ur-Berlinerin. 1944 – 52 besuchte sie die Meisterschule für Grafik und die HdK Berlin und erweiterte im Praktikum der Bayerischen Werkstätten Friedberg (Augsburg) ihr Wissen u.a. in Fresco, Städtebildern, Restauration. Es lohnt vor dem Ersteigen der Sanssouci-Mühle ihre Ausstellung zu genießen: bis 30. Juli (2002) täglich von 10-18 Uhr.“